Welttag der Patientensicherheit: Schlaganfall – Symptome erkennen, schnell handeln 10.09.2026
Der internationale Tag der Patientensicherheit am 17. September steht heuer weltweit unter dem Motto „Safe care for noncommunicable diseases – Safe care for life!“ und rückt damit die sichere Versorgung von Menschen mit chronischen, nichtübertragbaren Erkrankungen in den Mittelpunkt. Eine dieser Erkrankungen ist der Schlaganfall: Am Welttag informieren Mitarbeitende der Abteilung für Akutneurologie im Eingangsbereich des LKH Feldkirch über Gefäßerkrankungen, Risikofaktoren, mögliche Folgen und moderne Behandlungsmöglichkeiten. Als sichtbares Zeichen des Engagements für mehr Patientensicherheit sind außerdem alle Vorarlberger Landeskrankenhäuser orange beleuchtet oder mit orangenen Fahnen geschmückt.
Die neurologische Akutversorgung im LKH Feldkirch verfügt rund um die Uhr über modernste Diagnostik und Therapie. Zu den häufigsten neurologischen Notfällen zählen Schlaganfälle, bei denen ein Blutgefäß im Gehirn durch ein Blutgerinnsel akut verstopft wurde. Plötzliche Lähmungserscheinungen und / oder Sprachstörungen sind typische Symptome. Jetzt zählt jede Minute: Das verstopfte Gehirngefäß sollte möglichst schnell wieder geöffnet werden. „Noch während die Rettung die Patientin oder den Patienten ins Krankenhaus bringt, bereitet sich das interdisziplinäre Team der Notaufnahme auf die Ankunft vor“, beschreibt Primar Dr. Philipp Werner den Ablauf. Nach einer sofortigen neurologischen Untersuchung und einer raschen Bildgebung des Gehirns steht innerhalb kürzester Zeit fest, welche Behandlung notwendig ist. Je nach Ursache wird das Blutgerinnsel noch vor der stationären Aufnahme medikamentös aufgelöst (Thrombolyse) oder bei einem Verschluss größerer Hirngefäße mithilfe eines dünnen Katheters direkt aus dem Gefäß entfernt (Thrombektomie). Anschließend werden die Patient:innen auf der Schlaganfallstation (Stroke Unit) engmaschig überwacht, weiterführend abgeklärt und behandelt. Eine wichtige Rolle spielen die hochspezialisierten Pflegekräfte, die die Betroffenen rund um die Uhr betreuen. Gleichzeitig beginnen bereits die ersten rehabilitativen Maßnahmen: Neurologisch geschulte Logopäd:innen sowie Physio- und Ergotherapeut:innen unterstützen die Patient:innen dabei, verlorene Fähigkeiten möglichst früh wiederzuerlangen. „Ziel ist es, die Durchblutung des Gehirns möglichst rasch wiederherzustellen und bleibende Schäden so gering wie möglich zu halten“, betont Primar Werner.
Gebündelte Expertise für mehr Patientensicherheit
Im Zuge des Spitalscampus werden seit Beginn des Jahres die neurologischen Strukturen der LKH Rankweil und Feldkirch zusammengeführt und somit das Schlaganfallzentrum am LKH Feldkirch weiter ausgebaut. Während die neurologische Akutversorgung in Feldkirch gestärkt wird, liegt der Schwerpunkt am Standort Rankweil künftig auf der neurologischen Akut-Nachbehandlung und der Frührehabilitation. „Mit dem Spitalscampus Vorarlberg schaffen wir Strukturen, die eine hochwertige medizinische Versorgung auch in Zukunft sicherstellen. Durch die gezielte Zusammenarbeit unserer Häuser können wir Fachwissen bündeln, Spezialisierungen ausbauen und Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgen“, erklärt Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher, MSc MBA.
Patientensicherheit beginnt vor dem Notfall
Am Welttag der Patientensicherheit teilt das Team der Neurologie Wissen und Erfahrung rund um das Thema Schlaganfall mit der Bevölkerung. Denn Patientensicherheit beginnt nicht erst im Krankenhaus: Wer Risikofaktoren kennt, Warnzeichen richtig deutet und im Ernstfall rasch handelt, kann entscheidend dazu beitragen, schwere Folgen eines Schlaganfalls zu verhindern. Mit der Aktion setzt das LKH Feldkirch gemeinsam mit den anderen Vorarlberger Landeskrankenhäusern ein Zeichen für mehr Gesundheitswissen, Prävention und eine sichere Versorgung.
Was tun bei Verdacht auf Schlaganfall?
Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Gehirnfunktionsstörung, verursacht durch ein Blutgerinnsel im Gehirn. Eine rasche Behandlung kann die dauerhafte körperliche Beeinträchtigung, die ein Schlaganfall in vielen Fällen auslöst, mindern oder im besten Fall verhindern.
Prüfen Sie die wichtigsten Anzeichen für einen Schlaganfall anhand des FAST-Tests:
- Face – Lächeln lassen: Hängt ein Mundwinkel?
- Arms – Beide Arme heben: Sinkt ein Arm ab?
- Speech – Einen einfachen Satz sprechen lassen: Klingt die Sprache verändert? Ist das Sprechen undeutlich?
- Time – Keine Zeit verlieren: Sofort 144 rufen!
Sofortmaßnahmen
- Die betroffene Person bis zum Eintreffen der Rettung beruhigen und währenddessen beobachten.
- Bei Bewusstlosigkeit die betroffene Person in stabile Seitenlage bringen.
- Bei fehlenden Vitalzeichen (Atmung, Herzschlag) mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
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