Pink Ribbon Day im Brustzentrum Vorarlberg: Gemeinsam ein Zeichen gegen Brustkrebs setzen 01.10.2026
Anlässlich des internationalen Brustkrebsmonats Oktober setzt das Brustzentrum Vorarlberg am Landeskrankenhaus Feldkirch ein sichtbares Zeichen für Brustkrebsprävention, Früherkennung und die bestmögliche Versorgung betroffener Frauen: Rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKH Feldkirch haben sich versammelt, um gemeinsam eine menschliche Pink-Ribbon-Schleife zu bilden. Damit wollen sie nicht nur auf die Bedeutung der Brustkrebsfrüherkennung aufmerksam machen, sondern auch die Solidarität mit allen Frauen zum Ausdruck bringen, die an Brustkrebs erkrankt sind oder eine Erkrankung überstanden haben.
„Die menschliche Schleife steht für Zusammenhalt“, sagt Prim. DDr. Burghard Abendstein, Leiter der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im LKH Feldkirch sowie der Abteilung für Frauenheilkunde am LKH Bludenz. „Denn Brustkrebs betrifft nicht nur die Patientin selbst, sondern auch ihre Familien und ihr persönliches Umfeld. Als Brustzentrum möchten wir zeigen, dass wir unsere Patientinnen auf ihrem gesamten Weg begleiten – von der Diagnose und Therapie bis zur Nachsorge.“
Brustkrebs ist häufig – Früherkennung entscheidend
Mit 6.959 Neuerkrankungen im Jahr 2024 ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Österreich*. Gleichzeitig gibt es Grund zur Hoffnung: Dank immer besserer Möglichkeiten in Früherkennung, Diagnostik und Behandlung ist die Überlebensrate in Österreich in den vergangenen Jahren von 85,7 Prozent auf 88,3 Prozent gestiegen. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind in vielen Fällen die Behandlungsmöglichkeiten und damit die Chancen auf Heilung.
Gemeinsam für die Gesundheit von Frauen
Das Brustzentrum Vorarlberg am LKH Feldkirch steht für eine interdisziplinäre und wohnortnahe Versorgung. Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen arbeiten eng zusammen, um betroffene Frauen durch alle Phasen ihrer Erkrankung zu begleiten und für jede Patientin eine individuell abgestimmte Therapie zu ermöglichen. „Moderne Brustkrebsmedizin bedeutet heute weit mehr als die alleinige Behandlung des Tumors. Wir betrachten die Patientin ganzheitlich und verbinden chirurgische, medikamentöse und strahlentherapeutische Verfahren mit einer persönlichen Betreuung“, erklärt Oberärztin Dr. Angelika Wolfrum, die gemeinsam mit Prim. DDr. Abendstein das Brustzentrum am LKH Feldkirch leitet.
Die Pink-Ribbon-Aktion, die gemeinsam mit der Krebshilfe Vorarlberg initiiert wurde, soll auch daran erinnern, die eigenen Möglichkeiten zur Brustkrebsfrüherkennung wahrzunehmen und Veränderungen der Brust ernst zu nehmen. „Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die Teilnahme an empfohlenen Screening-Programmen tragen dazu bei, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen“, unterstreicht Breast Care Nurse, DGKP Elisabeth Lechner.
Oberärztin Dr. Angelika Wolfrum.
Zahlen: Statistik Austria „Krebserkrankungen Berichtsjahr 2024“: https://www.statistik.at/fileadmin/publications/Krebserkrankungen_Berichtsjahr-2024_bf.pdf?utm_source=chatgpt.com
Factbox 1
Über das Brustzentrum Vorarlberg
Das seit 2010 zertifizierte Brustzentrum Vorarlberg am Landeskrankenhaus Feldkirch ist auf die umfassende Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Brust spezialisiert. Die Betreuung erfolgt interdisziplinär und umfasst die Abklärung auffälliger Befunde ebenso wie operative, medikamentöse und strahlentherapeutische Behandlungskonzepte sowie Nachsorge nach Abschluss der Therapie.
Kontakt:
Brustzentrum Vorarlberg
Landeskrankenhaus Feldkirch
Carinagasse 47, 6800 Feldkirch
T +43 5522 303 2200
Factbox 2
Wie erkenne ich Brustkrebs?
Wenn Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, suchen Sie Ihre hausärztliche oder gynäkologische Praxis zur medizinischen Abklärung auf.
- Tasten Sie einen neuen Knoten?
Tasten Sie regelmäßig Ihre Brust und Umgebung ab. Wenn Sie einen neuen Knoten spüren, suchen Sie Ihre Ärztin / Ihren Arzt auf. - Kommt blutige Flüssigkeit aus der Brustwarze?
Auch ohne Knoten sollte jede unklare Flüssigkeitsabsonderung untersucht werden. - Verändert sich die Form Ihrer Brust oder zeigt die Brustwarze in eine andere Richtung?
Veränderungen in der Brustform oder ein Einziehen der Brustwarze können Anzeichen für Gewebsveränderungen sein. - Haben Sie Veränderungen der Haut an der Brust bemerkt?
Achten Sie auf neue Verfärbungen, Dellen oder Einziehungen. Alles, was neu ist und nicht verschwindet, sollte abgeklärt werden. - Treten anhaltende Infektionszeichen wie Rötung und Schwellung auf?
Wenn eine Brustinfektion trotz Behandlung anhält, lassen Sie dies untersuchen. - Gibt es in Ihrer Familie mehrere Fälle von Brustkrebs?
Ein gehäuftes Auftreten von Brustkrebs in der Familie kann auf eine erbliche Veranlagung hindeuten.
- Sind Sie eine schwangere oder stillende Frau oder ein Mann und haben eine der obigen Fragen mit „Ja“ beantwortet?
Brustkrebs kann beide Gruppen betreffen – lassen Sie Veränderungen oder Symptome auf jeden Fall untersuchen.
Bildunterschrift: Mit der menschlichen Pink-Ribbon-Schleife setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LKH Feldkirch ein gemeinsames Zeichen: Wir stehen zusammen – für Früherkennung, für moderne Brustkrebsmedizin und vor allem für unsere Patientinnen. Bildrechte: ©VLKH
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