Neue Primaria für die Pathologie am LKH Feldkirch 05.10.2026
Am 1. Oktober hat Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle, PhD die Leitung des Instituts für Klinische Pathologie und Molekularpathologie am Landeskrankenhaus Feldkirch übernommen. Die gebürtige Vorarlbergerin bringt umfassende klinische und wissenschaftliche Expertise sowie Führungserfahrung aus universitären Einrichtungen in Deutschland und den USA mit; ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Molekularpathologie und der molekularen Onkologie. Sie übernimmt die Leitung eines renommierten und hochmodernen Instituts, das der bisherige Primarius Univ.-Prof. Dr. Felix Albert Offner seit dem Jahr 2000 maßgeblich geprägt hat.
Im Laufe seiner 26-jährigen Tätigkeit als Institutsleiter hat Univ.-Prof. Dr. Felix Albert Offner wichtige Entwicklungen vorangetrieben. „Heute ist die Pathologie am LKH Feldkirch eine zentrale Säule der medizinischen Versorgung in Vorarlberg. An über 250.000 Proben pro Jahr werden unter anderem nahezu alle Diagnosen von Krebs- oder Infektionserkrankungen in Vorarlberg erstellt“, betont er. Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung des neuen Institutsgebäudes im Jahr 2008, das als eines der modernsten Institute für Pathologie in Europa gilt. Das Institut hat insbesondere die molekulare Diagnostik und die personalisierte Medizin weiterentwickelt; zuletzt kam die digitale Pathologie hinzu. Univ.-Prof. Dr. Felix Albert Offner hat diese Entwicklung auch wissenschaftlich begleitet und sich insbesondere im Bereich der Molekularpathologie international einen Namen gemacht.
Internationale Erfahrung, wissenschaftliche Expertise
Mit Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle, PhD übernimmt eine ebenfalls international erfahrene Pathologin die Leitung des Instituts. Die aus Lustenau stammende Vorarlbergerin studierte Humanmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck und absolvierte anschließend ein PhD-Studium an der Medizinischen Universität Wien. Ihre fachärztliche Ausbildung für Pathologie führte sie zunächst an das Universitätsklinikum Heidelberg. Einen weiteren wichtigen Abschnitt ihrer wissenschaftlichen Laufbahn absolvierte sie am renommierten MD Anderson Cancer Center in Houston, USA. Von 2017 bis zu ihrem Amtsantritt als Primaria am LKH Feldkirch war Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle, PhD, zuletzt als Oberärztin und stellvertretende Institutsleiterin am Universitätsklinikum Halle tätig. Seit 2021 leitete sie zudem die Sektion Molekulare Diagnostik, seit 2020 ist sie W1- beziehungsweise W2-Professorin für Experimentelle Pathologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg „Mit Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle gewinnen wir eine hervorragend qualifizierte Pathologin mit umfassender klinischer, wissenschaftlicher und Führungserfahrung. Besonders wertvoll ist die Verbindung von breiter diagnostischer Expertise und einem starken wissenschaftlichen Profil. Damit bringt sie beste Voraussetzungen mit, um das Institut medizinisch und organisatorisch weiterzuentwickeln und wichtige Impulse für die Diagnostik in Vorarlberg zu setzen“, sind sich die Geschäftsführer der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft, Dir. Dr. Gerald Fleisch und Dir. Priv.-Doz. Dr. Peter Fraunberger einig.
Molekularpathologie: Schlüsselfach für die Krebsdiagnostik
Die neue Primaria ist insbesondere auf Molekularpathologie spezialisiert, ein Schlüsselfach der modernen Diagnostik: Molekulare Veränderungen können wichtige Informationen für die Auswahl einer individuell passenden Therapie liefern. Prof.in Dr.in Monika Hämmerle sieht deshalb eine enge Verbindung von klassischer Gewebeuntersuchung, Molekularpathologie und mikrobiologischer Diagnostik als wesentliche Voraussetzung für eine hohe diagnostische Qualität. Ebenso wichtig ist ihr die enge Zusammenarbeit mit den klinischen Fachabteilungen, den Zentren und den zuweisenden Ärzt:innen. „Die Pathologie bildet das diagnostische Fundament vieler medizinischer Entscheidungen. Mein Ziel ist es, die verschiedenen Bereiche des Instituts noch enger miteinander zu verknüpfen und gemeinsam mit dem Team eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Pathologie weiterzuentwickeln. Eine hohe diagnostische Qualität, moderne Verfahren und eine enge Zusammenarbeit mit den klinischen Partnern sind mir dabei besonders wichtig“, sagt die neue Primaria.
Wissenschaft und Versorgung verbinden
Neben ihrer klinischen Tätigkeit ist Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle seit vielen Jahren wissenschaftlich aktiv. Als Professorin für Experimentelle Pathologie beschäftigt sie sich unter anderem mit Fragestellungen der molekularen Onkologie und leitet mehrere drittmittelgeförderte Forschungsprojekte. Ihre wissenschaftliche Laufbahn führte sie unter anderem an das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg und für drei Jahre an das MD Anderson Cancer Center in Houston. Auch die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses ist für die neue Primaria ein wichtiger Bestandteil ihrer künftigen Aufgabe. Die breite diagnostische Ausrichtung des Instituts in Feldkirch sieht sie dafür als besondere Chance. „Ich möchte die enge Verbindung von Diagnostik, Forschung und Ausbildung auch in Feldkirch weiter stärken.“
Gemeinsam Strukturen weiterentwickeln
Neben der medizinischen und wissenschaftlichen Weiterentwicklung sieht Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle auch die langfristige personelle und organisatorische Stabilisierung des Instituts als wichtige Aufgabe. Der zunehmende Personalmangel im ärztlichen und medizinisch-technischen Bereich erfordere neue und nachhaltige Lösungen. Prozess- und Qualitätsoptimierung sowie eine gute fachliche Entwicklung der Mitarbeitenden sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. „Ein leistungsfähiges Institut lebt von gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ich möchte gemeinsam mit dem Team Strukturen schaffen, die eine hochwertige Diagnostik ermöglichen und gleichzeitig Raum für fachliche Entwicklung, Ausbildung und wissenschaftliche Arbeit bieten“, betont sie.
Statement Landesrätin Martina Rüscher, MBA, MSc
„Mit Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle, PhD setzen wir auf Kontinuität und zugleich auf neue Impulse für die Zukunft. Primaria Monika Hämmerle bringt umfassende klinische und wissenschaftliche Expertise sowie internationale Erfahrung in der Molekularpathologie und Onkologie mit. Unser Ziel ist es, das Institut für Klinische Pathologie und Molekularpathologie am LKH Feldkirch als leistungsstarken, innovativen und wissenschaftlich vernetzten Fachbereich weiterzuentwickeln und damit die hohe Qualität der diagnostischen Versorgung in Vorarlberg nachhaltig zu sichern.“
Kurzbiografie Prof.in Dr.in Monika Hämmerle
Geboren: 1983 in Lustenau
Studium: Humanmedizin, Medizinische Universität Innsbruck
2007–2013: PhD-Studium, Medizinische Universität Wien
2010–2014: Facharztausbildung Pathologie, Universitätsklinikum Heidelberg
2014–2016: Forschungsaufenthalt am MD Anderson Cancer Center, Houston, USA
seit 2017: Universitätsmedizin Halle (Saale)
2017-2019: Facharztausbildung in Halle
seit 2020: W1- beziehungsweise W2-Professorin für Experimentelle Pathologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
seit 2021: Leitung der Sektion Molekulare Diagnostik am Institut für Pathologie
seit 2022: Oberärztin und stellvertretende Institutsleiterin am Institut für Pathologie
2024-2026: berufsbegleitendes Masterstudium Health Business Administration
seit 1.10.2026: Primaria des Instituts für Klinische Pathologie und Molekularpathologie am LKH Feldkirch
Institut für Pathologie am LKH Feldkirch
Leitung: Primaria Prof.in Dr.in Monika Hämmerle, PhD
Mitarbeitende insgesamt: 93
- Ärzt:innen: 16
- Labormitarbeitende: 65
- Prosektur: 2
- Zentrale Annahme: 2
- Administration 8
Proben: 250.000 / Jahr
Laborbereiche insgesamt: 5
- Histologie
- Zytologie
- Mikrobiologie
- Infektionsserologie
- Molekularpathologie
Quelle: Institut für Pathologie am LKH Feldkirch, Stand September 2026
Gruppenbild (von links nach rechts):
Dir. Priv.-Doz. Dr. Peter Fraunberger (Geschäftsführung KHBG), Univ.-Prof.in Dr.in Monika Hämmerle, PhD (LKH Feldkirch, Institut für Pathologie) und Dir. Dr. Gerald Fleisch (Geschäftsführung KHBG)
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