Am LKH Feldkirch gefeiert und geehrt: 289 Jubilar:innen mit 5.515 Jahren Berufserfahrung 22.09.2026
Ein Drittel der 289 Jubilar:innen feiert heuer das zehnjährige Dienstjubiläum, ein weiteres Drittel das 20- oder 25-jährige Jubiläum; acht Mitarbeitende haben ihr gesamtes Berufsleben – 40 Jahre – am Landeskrankenhaus Feldkirch verbracht. Zusammen kommen sie auf 5.515 Jahre Dienstzeit. Für ihre Loyalität und ihr Engagement wurden sie von der Geschäftsführung der Vorarlberger Landeskrankenhäuser sowie der Krankenhausleitung des LKH Feldkirch feierlich geehrt. Außerdem sind 35 Pensionist:innen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet worden.
„Mitunter das Unmögliche möglich machen. Diese Besonderheit gehört zum Repertoire der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute hier anwesend sind und gefeiert werden“, sagte Dr. Werner Gsteu, Personalleiter am Landeskrankenhaus Feldkirch, bei seiner Festrede. „Das bedeutet, Vorbild zu sein bei Problemen und bei Rückschlägen die Anstrengungen noch zu verstärken.“ Zwar führe diese Haltung nicht immer zum Erfolg, könne aber andererseits immer wieder das Unmögliche möglich machen – für die Patient:innen und Patienten ebenso wie für das Haus. Auch Pflegedirektor DGKP Bernd Schelling, MSc MBA, richtete den Blick auf das, was hinter den vielen Dienstjahren steht: unzählige Begegnungen mit Patient:innen, anspruchsvolle Arbeitstage und persönlicher Einsatz. Die Jubilar:innen würden nicht nur Fachwissen und Erfahrung mitbringen, sondern auch Wissen über die Geschichte des Hauses und die Entwicklung der Gesundheitsversorgung in Vorarlberg. Dieses Wissen sei für jüngere Kolleg:innen sehr wertvoll, denn es schaffe ein Verständnis dafür, woher wir kommen, und helfe dabei, gemeinsam weiterzugehen.
Was hält über Jahrzehnte?
Warum arbeiten die Jubilar:innen seit Jahrzehnten am LKH Feldkirch? „Weil unsere Arbeit den Patientinnen und Patienten direkt zugutekommt“, „Ich fühle mich einfach wohl in unserem Team“, „Ich schätze die gute Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch“ oder: „Die Kombination aus bewährten Strukturen und neuen Entwicklungen macht meinen Beruf abwechslungsreich“, sagen Jubilar:innen spontan. Auch die Größe des Hauses mit seinen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten wird von vielen als Pluspunkt genannt. Monika Reichart, Sekretärin der Betriebsärztin, freut sich über die Wertschätzung seitens ihrer Vorgesetzten. Für Primar Prof. Dr. Felix Albert Offner, der im Sommer 2000 die Leitung des Instituts für Pathologie übernommen hat und heuer sein 30jähriges Dienstjubiläum feiert, sind die medizinischen Herausforderungen und die Möglichkeit, diagnostisches Wissen kontinuierlich weiterzuentwickeln, ein großer Ansporn. „Unser Institut ist eine zentrale Säule in der medizinischen Versorgung Vorarlbergs und erstellt nahezu alle mikrobiologischen, histo- und zytopathologischen Diagnosen; für die Vorarlberger Bevölkerung unser Bestes zu geben, ist ein großer Ansporn.“
Erfahrung, die weiterwirkt
Dass langjährige Mitarbeitende weit mehr als reine Berufserfahrung mitbringen, unterstreicht auch Priv.-Doz. Dr. Peter Fraunberger, Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft. Sie kennen das Haus, haben Veränderungen miterlebt und ihr Wissen an die nächste Generation weitergegeben. Dr. Fraunberger bedankte sich bei den Jubilar:innen für ihren langjährigen Einsatz und ihren täglichen Beitrag zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung in Vorarlberg. Auch Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher, MSc MBA, sieht in den langjährigen Dienstjubiläen ein Zeichen für die Verbundenheit der Mitarbeitenden mit ihrem Arbeitsplatz. Hinter jedem Jubiläum stünden viele Jahre voller Begegnungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge. Dass so viele Mitarbeitende aus vielen verschiedenen Fachbereichen dem LKH Feldkirch über Jahrzehnte die Treue halten, sei ein schönes Zeichen für die Qualität des Arbeitsplatzes und den Zusammenhalt im Haus.
Kurz-Interview: Drei Fragen an einen Jubilar
Primar Prof. Dr. Felix Albert Offner, Leiter des Instituts für Pathologie, feiert sein 30jähriges Dienstjubiläum. Im Interview erklärt er, was ihn täglich motiviert.
Warum arbeiten Sie seit so vielen Jahren am LKH Feldkirch?
Primar Prof. Dr. Felix Albert Offner: Ich habe im Jahr 2000 die Leitung des Institutes für Pathologie am LKH Feldkirch übernommen. Es ist das einzige Institut für Pathologie in Vorarlberg. Unsere 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedensten Berufsgruppen erstellen an über 250.000 Proben pro Jahr nahezu alle mikrobiologischen und histo- und zytopathologischen Befunde für unsere Bevölkerung. Diese Aufgabe zu koordinieren ist einerseits sehr herausfordernd, andererseits sehr befriedigend und macht mir immer noch Freude.
Was motiviert Sie in Ihrem Arbeitsalltag?
Primar Prof. Dr. Felix Albert Offner: Besonders motivierend sind interessante medizinisch-diagnostische Herausforderungen und Fragestellungen, die unter Umständen auch unser medizinisches Wissen vertiefen und erweitern. Diese zunehmende diagnostische Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten verfügbar zu machen, ist immer ein großer Motivator.
Was gefällt Ihnen besonders gut an Ihrem Beruf?
Primar Prof. Dr. Felix Albert Offner: Was mir besonders gefällt, ist die medizinische Tätigkeit im Team, das Diskutieren um die bestmögliche Diagnose und Versorgung. Wir können uns glücklich schätzen, eines der modernsten Institute für Pathologie in Europa zu besitzen. Nach der Realisierung eines Neubaus im Jahr 2010 haben wir in Vorarlberg die Molekularpathologie eingeführt und in den letzten eineinhalb Jahren auch sehr erfolgreich die digitale Pathologie etabliert. Das Institut gehört sicher zu den Leitinstituten für Pathologie in Österreich.
Sie gehen jetzt in Pension. Was wünschen Sie sich für Ihre neue Zeit und das Institut?
Primar Prof. Dr. Felix Albert Offner: Persönlich wünsche ich mir eine schöne und gesunde Pensionszeit mit meiner Frau und Familie und für das Institut: Dass es weiterhin die nötige Unterstützung durch das Gesundheitssystem in Vorarlberg erhält, um seinen Auftrag in bestmöglicher Qualität erfüllen zu können.
Statements
Priv.-Doz. Dr. Peter Fraunberger, Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft
„Wenn Menschen über Jahrzehnte in einem Unternehmen arbeiten, bringen sie weit mehr mit als Berufserfahrung. Sie kennen das Haus, haben Veränderungen miterlebt und ihr Wissen an die nächsten Generationen weitergegeben. Diese Kontinuität ist für die Landeskrankenhäuser ein großer Wert. Dafür und für ihren täglichen Beitrag zu einer hochwertigen Gesundheitsversorgung in Vorarlberg möchten wir unseren Jubilarinnen und Jubilaren herzlich danken.“
Landesrätin Martina Rüscher, MSc MBA
„Hinter jedem Dienstjubiläum stehen viele Jahre voller Begegnungen, Herausforderungen und gemeinsamer Erfolge. Dass so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem LKH Feldkirch über Jahrzehnte verbunden bleiben, ist ein schönes Zeichen für die Qualität des Arbeitsplatzes und den Zusammenhalt im Haus. Mein Dank gilt allen Jubilarinnen und Jubilare für ihren langjährigen Einsatz und ihre wichtige Arbeit für die Menschen in Vorarlberg.“
Dr. Werner Gsteu, Personalleiter am LKH Feldkirch
„Mitunter das Unmögliche möglich machen. Diese Besonderheit gehört zum Verhaltensrepertoire der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute hier anwesend sind und gefeiert werden. Das bedeutet, Vorbild sein bei Problemen und bei Rückschlägen nicht aufgeben. Das bedeutet, die Anstrengungen sogar noch verstärken. Das führt längst nicht immer zum Erfolg, da müssen wir uns Nichts vor machen. Aber ohne diese besonderen Anstrengungen können wir nie, zuweilen auch das Unmögliche möglich machen. Für unser Haus, für unsere Patientinnen und Patienten.“
DGKP Bernd Schelling, MSc MBA, Pflegedirektor am LKH Feldkirch
„Unsere Jubilarinnen und Jubilare haben das Krankenhaus über viele Jahre hinweg mitgestaltet und geprägt. Sie stehen für Verlässlichkeit, Fachwissen und ein hohes Maß an persönlichem Engagement. Gerade in Zeiten großer Herausforderungen im Gesundheitswesen sind Mitarbeitende, die über Jahrzehnte ihre Erfahrung und ihr Wissen einbringen, ein unschätzbarer Wert für unser Haus und für die Menschen, die sich uns anvertrauen. Hinter jeder Dienstzeit stehen unzählige Begegnungen mit Patientinnen und Patienten, anspruchsvolle Arbeitstage und ein außergewöhnlicher persönlicher Einsatz. Dafür gebührt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern großer Respekt und aufrichtiger Dank“.
Factbox
Wie viele Jubilar:innen sind seit wie viel Jahren am LKH Feldkirch?
10 Jahre – 89 Mitarbeitende
15 Jahre – 65 Mitarbeitende
20 Jahre – 40 Mitarbeitende
25 Jahre – 42 Mitarbeitende
30 Jahre – 19 Mitarbeitende
35 Jahre – 26 Mitarbeitende
40 Jahre – 8 Mitarbeitende
35 Pensionist:innen
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